Air Berlin PLC – Verstoß bei Adhoc Pflichten im Zusammenhang mit der Insolvenz?

Air Berlin hat am Dienstag Mittag Insolvenz angemeldet. Davor stehen fast vier Tage in denen die Geschäftsführung der Gesellschaft wusste, dass Insolvenzgründe bei der Gesellschaft bestehen.

Daraus ergeben sich zwingende Adhoc Pflichten für die Gesellschaft die aus bisheriger Sicht wahrscheinlich nicht eingehalten worden sind.

Der allgemeinen Wirtschaftspresse konnte man entnehmen, dass seit Freitag, den 11.08.2017 bekannt war, dass Ethiad als Hauptanteilseigener der Air Berlin PLC keine weiteren finanziellen Mittel zur Verfügung stellen werde. Nach Art. 17 Abs. 1 MAR hätte die Air Berlin PLC somit unverzüglich mittels Adhoc die Finanzmärkte über diese Tatsache informieren müssen.

Dies ist nicht geschehen und könnte nun Schadensersatzansprüche für betroffene Anleger auslösen die seit Freitag in die Aktie der Air Berlin PLC investiert haben.

Das gleiche gilt im Übrigen auch für die Aktie der Lufthansa AG. Hier war die Geschäftsführung spätestens seit dem Wochenende an der Rettungsaktion für Air Berlin beteiligt. Im Fall „Schremp“ hat der EuGH im Zusammenhang mit der Daimler Aktie im Jahr 2012 festgestellt, dass bei länger andauernden Verhandlungen Zwischenschritte auch per Adhoc Meldung den Kapitalmärkten zugänglich zu machen sind.

Andernfalls löst auch diese Versäumnis Schadensersatzansprüche aus.

Rechtsanwalt- und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold aus Hamburg prüft derzeit intensiv genau diese Thematik, um betroffenen Aktionären ihre Ansprüche zu sichern.

Der ehemalige Sprecher der DSW Michael Leipold ist auf diese Angelegenheit aufmerksam geworden, nach dem es bei den Kursen am Montag bei Air Berlin PLC und Lufthansa auffallende Bewegungen gab, die möglicherweise sogar Hinweise für Insidergeschäfte sind.

Auffallend ist auch die Pressemeldung der SPD am Montag zum Thema Insolvenz von europäischen Fluggesellschaften. Es ist zu vermuten, dass hier aus Wahlkampfgründen die Kapitalmärkte erst nach entsprechenden Rettungsaktionen informiert worden sind.

Betroffene Aktionäre können sich jederzeit bei Rechtsanwalt Leipold unter ml@rechtsanwaltleipold.de melden und mehr Informationen erhalten.

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MICHAEL A. LEIPOLD

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