HASPA – überdurchschnittlich lange Laufzeiten bei Swaps?

Die HASPA hat in Hamburg und Umgebung viele Swaps verkauft, aus denen die Kunden hohe Verluste bis heute erwirtschaftet haben.

Auffallend bei der HASPA sind die extrem langen Laufzeiten von teilweise über zwanzig Jahren. Beim jetzigen jahrelangen Zinstief ist dies ausschließlich für die HASPA ein gutes Geschäft. Die Kunden, denen die Produkte als Zinssicherungsinstrument verkauft worden sind, haben dabei das Nachsehen. Da die HASPA die Geschäfte im Zweipersonenverhältnis (Kunde-HASPA) verkauft hat, musste sie bei fehlender Konnexität über den anfänglichen negativen Marktwert aufklären. Wie bereits aus zahlreichen Verfahren bekannt geworden ist, hat die HASPA ihre Mitarbeiter nicht dazu angewiesen über einen anfänglichen negativen Marktwert aufzuklären. Die HASPA ist zum Beratungszeitpunkt nicht davon ausgegangen, dass sie darüber aufklären musste. Dies könnte heute zu einem rechtlichen Problem für die HASPA werden, weil darin ein vorsätzliches Organisationsverschulden gesehen werden kann. Immerhin steht die Pflicht zur Aufklärung über einen Interessenksonflikt im Gesetz (§ 31 WpHG). Insofern kann sich die Bank nicht darauf zurückziehen, sie hätte davon keine Kenntnis gehabt.

Ein weiteres ernsthaftes Problem für die HASPA könnten die extrem langen Laufzeiten sein. Zum einen ist dadurch oft die Konnexität von Swap und Darlehen nicht gegeben. Zum anderen könnte auch eine Umgehung der Schutznorm aus dem BGB bzgl. einem Sonderkündigungsrecht bei Darlehen nach 10 Jahren für Kunden gesehen werden.

Der Bundesgerichtshof hat bzgl. Swaps seit 2011 eine sehr strikte Rechtsprechung zu Gunsten der geschädigten Kunden. So hat das oberste Zivilgericht in Deutschland in verschiedenen Entscheidungen seit 2011 bis heute seine Rechtsprechung bzgl. Den strengen Anforderungen an eine Swapberatung zunehmend verschärft.

Betroffenen Kunden der HASPA kann daher nur empfohlen werden, die beschriebenen Geschäfte nach Prüfung durch einen Spezialisten anzugreifen und sich die erlittenen Verluste zurück zu holen.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold ist seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen aus gescheiterten Swapgeschäften in ganz Deutschland spezialisiert.

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MICHAEL A. LEIPOLD

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