Helaba – Swapgeschäfte wurden über Sparkassen in ganz Deutschland verkauft

Die Helaba hat hochriskante Swapgeschäfte über Sparkassen in ganz Deutschland vertrieben. Kunden haben sowohl Zins-Währungs-Swaps, als auch einfachere Zinsswaps erworben. Den Kunden wurden diese Geschäfte immer wieder als Instrumente zur Zinssicherung verkauft. Unterm Strich haben sich die Geschäfte als katastrophale Entscheidung für die Kunden herausgestellt. Hohe Verluste aus den Swaps belasten die Finanzierungen zusätzlich.

Die Helaba hat dabei das klassische Dreipersonenverhältnis zum Vertrieb genutzt. Die jeweilige Sparkasse hat vor Ort die Beratung zu den riskanten Swaps durchgeführt. Die Helaba selbst hat dann die Abschlüsse mit den Kunden getätigt. Die Darlehen hingegen wurden immer von den Sparkassen selbst angeboten.

Offenbar hat die Helaba auf diesen Weg die Beraterhaftung bei den umstrittenen Swapgeschäften umgehen wollen. Die Sparkassen haben dabei einen Teil des anfänglichen negativen Marktwertes als „Entlohnung“ bekommen. Auf diesen Weg war es sowohl für die Helaba, als auch die jeweilige Sparkasse ein lohnendes Geschäft.

Der Bundesgerichtshof, welcher seit 2011 konsequent eine Rechtsprechung zu Gunsten der geschädigten Kunden verfolgt, hat im März 2016 entschieden, dass Geschäfte im Dreipersonenverhältnis wie bei der Helaba, niemals konnex sind. Die Folge aus der fehlenden Konnexität ist eine Aufklärungspflicht über den anfänglichen negativen Barwert.

Kannte die beratende Sparkasse den anfänglichen negativen Barwert und hat einen Teil davon als Vergütung von der Helaba erhalten, spricht einiges dafür, dass der Interessenskonflikt auf die Sparkasse durchschlägt und es zu einer Haftung der Sparkasse wie in den Zweipersonenverhältnissen kommen kann.

Das Landgericht Kassel hat es im Oktober 2016 in einem Fall in dem Kasseler Sparkasse und die Helaba involviert waren anders gelöst. Er hat das Geschäft bereits an der anlegergerechten Beratung scheitern lassen und dem Kläger den kompletten Schaden zugesprochen.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold hat sich seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von gescheiterten Swapgeschäften in ganz Deutschland spezialisiert.

Betroffenen Kunden wird daher empfohlen ihre Unterlagen von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen zu lassen und die absolute Verjährung von 10 Jahren zu beachten. D.h. In diesem Jahr verjähren endgültig sämtliche Ansprüche aus dem Jahr 2007.

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MICHAEL A. LEIPOLD

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