MVB – fehlende Widerrufsbelehrung bei Forwarddarlehen und die Folgen

Wer bei der Mainzer Volksbank (MVB) in den Jahren 1998-2000 Darlehen abgeschlossen hatte, hat oft zwei drei Jahre vor Ablauf der Zinsbindung ein Forwarddarlehen abgeschlossen. Bei Abschluss des Forwarddarlehen hat die MVB keine Widerrufsbelehrung beigefügt. Heute vertritt die MVB die Auffassung, dass dies nicht nötig gewesen wäre, weil es sich um eine reine Zinsprolongation gehandelt hat.

Dies ist rechtlich aber nicht haltbar. Mehrere Oberlandesgerichte, darunter zuletzt das OLG Zweibrücken im Dezember 2016, haben entschieden, dass es sich bei einem Forwarddarlehen um ein neues Vertragsverhältnis handelt, wenn damit ein neues Kapitalnutzungsrecht einhergeht.

Die Folge davon ist, dass die MVB somit eine Widerrufsbelehrung auch bei Forwarddarlehen hätte beifügen müssen. Hat sie das nicht, wie in Fällen die Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold vorliegen, können die Kunden bis heute ihre Darlehen widerrufen. Dies gilt auch für Verträge zwischen 2002 und 2010, weil bei fehlender Widerrufsbelehrung der Stichtag 21.06.2016 nicht gilt.

In der Folge können selbst bereits zurück bezahlte Darlehen nachträglich widerrufen werden und bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurück verlangt werden.

Betroffenen Darlehenskunden der MVB und auch anderer Banken und Sparkassen wird daher empfohlen, ihre Unterlagen von einem spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.

Rechtsanwalt Leipold aus Hamburg vertritt bereits zahlreiche Kunden gegen die MVB und viele andere Banken in ganz Deutschland.

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MICHAEL A. LEIPOLD

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