OLG Düsseldorf – Beratungspflichten einer Bank bei Fremdwährungsdarlehen

In einem Urteil vom 22.12.2016 hat das OLG Düsseldorf unter dem Az.:I-6U 57/16 deutliche Vorgaben für Beratungspflichten von Banken zum Thema Finanzierungsberatungen gemacht.

Zunächst hat der Senat herausgearbeitet, dass es sich bei der Beratung zu einem Fremdwährungsdarlehen um eine Finanzierungsberatung handelt. Daraus entstehen zahlreiche Pflichten für die beratende Bank.

In diesem Fall ging der Senat von einer Beratungspflichtverletzung aus, weil die beratende Bank nicht genügend auf das aus der Finanzierung entstehende Wechselkursrisiko hingewiesen habe. Darüber hinaus wäre die Bank dazu verpflichtet gewesen, auf das fehlen einer Zinsobergrenze (CAP) hinzuweisen.

Trotz Präsentation hätte die Bank einen ausdrücklichen Hinweis geben müssen, dass ohne CAP ein theoretisch unbegrenztes Wechselkursrisiko und dadurch ein theoretisch unbegrenztes Zinsriskiko besteht.

Der Senat ging sogar davon aus, dass eine Beweisaufnahme diesbezüglich nicht notwendig wäre, weil die beratende Bank unter den gegebenen Umständen die Risiken verharmlost hat.

Insgesamt hat der Senat mehrere schwerwiegende Beratungsfehlker angenommen und zahlreiche Argumente der Swaprechtsprechung in diesen Fall übertragen. Darüber hinaus wurden wiederum andere Aufklärungsmängel aus den Fehlern einer Finanzierungsberatung auf Swapfälle übertragen.

Betroffenen Kunden mit Verlusten aus Fremdwährungsdarlehen wird empfohlen ihre Unterlagen von spezialisierten Rechtsanwälten überprüfen zu lassen. Das oben zitierte Urteil des OLG Düsseldorf dürfte schwerwiegenden Einfluss auf die Rechtsprechung im Zusammenhang mit Fremdwährungsdarlehen haben.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold hat sich seit JAhren auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen aus Fremdwährungsdarlehen, Swaps und Stopp Loss Aufträgen spezialisiert.

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MICHAEL A. LEIPOLD

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